Internationaler Wettbewerb Literaturadaption

N.P.

10.10.2020
16:00
Uhr
Schloßtheater

Wäh­rend eines Som­mers in Japan ent­de­cken vier jun­ge Men­schen, wie ein Buch sie ver­bin­det. Alle vier sind von dem Roman N.P. der ver­stor­be­nen und geheim­nis­vol­len Sarao Taka­se fas­zi­niert. Der gleich­na­mi­ge Film seziert das kom­ple­xe Bezie­hungs­ge­flecht der Figu­ren. Wie ver­hält sich eine Über­set­zung zum Ori­gi­nal? Wie ver­hält sich die Fik­ti­on zur Wirk­lich­keit? Inwie­weit ist Ihr Leben eine Fik­ti­on, die sich an vor­ge­ge­be­nen Erzäh­lun­gen ori­en­tiert? Und wel­cher Art ist die oft inzes­tuö­se Inter­ak­ti­on zwi­schen den Protagonisten?

Die Far­ben des Som­mers bestim­men die Stim­mung und Atmo­sphä­re des Films und ver­wan­deln sein kom­ple­xes, dunk­les Herz in eine spie­le­ri­sche Medi­ta­ti­on über die Jugend und über den Ein­fluss ver­gan­ge­ner Erfah­run­gen auf das eige­ne Leben. 

Lisa Spil­liaert ist in Japan und Bel­gi­en auf­ge­wach­sen. Der Dia­log zwi­schen zwei Kul­tu­ren zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Werk. Für ihr Spiel­film­de­büt N.P. wähl­te sie eine sprach­lo­se Adap­ti­on des Romans mit Zwi­schen­ti­teln. Dies ermög­lich­te es ihr, die phy­si­sche Prä­senz der Wor­te her­vor­zu­he­ben. Dem ver­ba­len Schwei­gen ste­hen Kom­po­si­tio­nen der Noi­se-Rock-Legen­den Wolf Eyes und der Klang­künst­le­rin Asuna sowie der Syn­thie-Pop von Stacks gegenüber.