Festival­sektionen

© DCM Film Distribution
Wett­be­werb Literaturadaption

In die­sen Wett­be­werb sind sechs neue Spiel­fil­me ein­ge­la­den, die in unter­schied­li­cher Art und Wei­se lite­ra­ri­sche Wer­ke zur Grund­la­ge haben, von der klas­si­schen Novel­le bis zum zeit­ge­nös­si­schen Roman oder der moder­nen Adap­ti­on einer grie­chi­schen Tra­gö­die. Die Film­scree­nings wer­den teil­wei­se beglei­tet von Q&As mit den Filmemacher:innen. Eine Jury ver­gibt den Preis für den bes­ten Film, dotiert mit 5.000 Euro, am Abschluss­abend des Festivals.

© Huw Wahl
Wett­be­werb LIT.shorts

Nach­dem beim LITFILMS 2024 erst­mals ein Kurz­film­pro­gramm gezeigt wur­de, fin­det in die­sem Jahr zum ers­ten Mal ein Wett­be­werb für Kurz­fil­me statt, die sich auf unter­schied­lichs­te Arten mit Lite­ra­tur beschäf­ti­gen. Das Publi­kums­vo­ting ent­schei­det über den bes­ten Film, der mit einem Preis­geld in Höhe von 500 Euro sowie mit einer Unter­ti­telung für ein Fol­ge­pro­jekt, bei­des gestif­tet von der Unter­ti­tel-Werk­statt Müns­ter, prä­miert wird.

© Dog­woof
LIT.dok

Die Rei­he mit Doku­men­tar­fil­men aus der Welt der Bücher und Autor:innen wid­met sich in die­sem Jahr höchst unter­schied­li­chen Aspek­ten lite­ra­ri­schen Schaf­fens und sei­ner Rezep­ti­on, neben bio­gra­phi­schen Aspek­ten zu Geor­ge Orwell, Inge­borg Bach­mann, Sal­man Rush­die oder Paul Bow­les geht es auch um Dis­kur­se­zur Autor:innenschaft und zur gesell­schaft­li­chen Äch­tung von Tex­ten bis hin zu exis­ten­ti­el­len Fra­gen über Leben und Tod.

© DFF
Hom­mage an Elfrie­de Jelinek

Die öster­rei­chi­sche Nobel­preis­trä­ge­rin fei­ert im Okto­ber ihren 80. Geburts­tag. Aus die­sem Anlass zei­gen wir als Pre­view zwei aktu­el­le Pro­duk­tio­nen, Lieb­ha­be­rin­nen, basie­rend auf dem Roman, mit dem ihr 1975 der Durch­bruch gelang, und Ulri­ke Ottin­gers Die Blut­grä­fin, für den Jeli­nek an den Dia­lo­gen betei­ligt war. Außer­dem die Ulrich-Seidl-Pro­duk­ti­on Die Kin­der der Toten sowie Wer­ner Schroe­ters Ver­fil­mung von Inge­borg Bach­manns Mali­na, für die Jeli­nek das Dreh­buch schrieb, in einer neu restau­rier­ten Fassung.

© pri­vat
Film­le­sun­gen und Performances

Neben dem Film­pro­gramm im Schloß­thea­ter fin­den diver­se Lesun­gen und Per­for­man­ces auch an ande­ren Orten in Müns­ter statt. Schau­spie­le­rin Judith Hoersch, Dreh­buch­au­tor Con­stan­tin Lieb und Fil­me­ma­cher David Vaj­da prä­sen­tie­ren ihre Debüt­ro­ma­ne. Autorin und Fil­me­ma­che­rin Tamar Noort liest aus ihrem zwei­ten Roman und Rike Rei­ni­ger blickt in ihrer Roman­bio­gra­fie auf das Leben der Trick­film­pio­nie­rin Lot­te Rei­ni­ger zurück. Son Lewan­dow­ski, Resi­denz­künst­le­rin des LITFILMS 2024, schaut hin­ter die Kulis­sen des Leis­tungs­tur­nens und die bei­den Autorin­nen und Pod­cas­te­rin­nen Anja Rüt­zel & Anni­ka Brock­schmidt sezie­ren das Ver­hält­nis von Jane Aus­ten und ihren Männern.

© Isa­bel Hanke
Work­shops und Kooperationen

Bereits im Vor­feld des Fes­ti­vals sind in Koope­ra­ti­on mit dem Kul­tur­ruck­sack Müns­ter, mit der Lebens­hil­fe und der Müns­ter School of Design kur­ze Fil­me mit lite­ra­ri­schen Bezü­gen ent­stan­den, die im Rah­men des LITFILMS ihre Pre­mie­re fei­ern. Im dem künst­le­risch-doku­men­ta­ri­sches Pro­jekt Auf die Plät­ze, inspi­riert von Geor­ges Perec, wird das Flüch­ti­ge des All­tags fest­ge­hal­ten. In einem Stoff­ent­wick­lungs­work­shop unter der Lei­tung von Autor und Regis­seur Mark Lorei set­zen sich die Teil­neh­men­den mit Mär­chen, Mythen und Sagen aus dem Müns­ter­land aus­ein­an­der. Und in einem Gra­phic Novel-Work­shop erkun­den die Teil­neh­men­den die Schnitt­stel­len von bil­den­der Kunst, Lite­ra­tur und Film.

© Film­welt
Netz­werk­tag Drehbuchadaption

Unter dem Mot­to DIE KUNST DER TRANS­FOR­MA­TI­ON fin­det ein gan­zer Tag zum The­ma Literatur­adaption statt. In ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tungs­for­ma­ten sol­len die Her­aus­for­de­run­gen und Hür­den des Trans­fer­pro­zes­ses beleuch­tet und dar­über hin­aus Denk­an­stö­ße gege­ben wer­den, wie auch in West­fa­len und jen­seits von Best­sel­ler­ver­fil­mun­gen Adap­tio­nen von lite­ra­ri­schen Wer­ken gelin­gen kön­nen. Neben einer­Pit­ching Ses­si­on wird es ein Film­früh­stück geben, zudem Key­notes, Panels, Case Stu­dies und außer­dem Zeit zum Aus­tausch, bis es abends gemein­sam ins Kino geht.

Robot Boat
Artists in Residence

Die Fil­me­ma­che­rin Aïsha Noo­mi Stief und der Autor Con­rad Drey­er wur­den aus ins­ge­samt 71 Bewerber:innen für das Resi­denz-Sti­pen­di­um aus­ge­wählt. Wäh­rend ihres drei­mo­na­ti­gen Auf­ent­halts in Müns­ter und dem Müns­ter­land rea­li­siert das Duo das Pro­jekt 14+1 Wege mit Robo­tern umzu­ge­hen. In Anleh­nung an die Form eines Sonet­ten­kran­zes ent­wi­ckeln sie 14+1 Tex­te und 14+1 Kurz­fil­me, die sich mit der zuneh­men­den Prä­senz von Künst­li­cher Intel­li­genz und huma­no­iden Robo­tern in unse­rem All­tag aus­ein­an­der­set­zen. Die Ergeb­nis­se die­ser Arbeit wer­den als Werk­schau im Rah­men des Fes­ti­vals präsentiert.