Milena Aboyans Film „Drei Kameradinnen“ nach dem gleichnamigen Roman von Shida Bazyareröffnet die vierte Ausgabe des LITFILMS Literatur Film Festivals Münster. Die Regisseurin sowie die Hauptdarstellerinnen Bayan Layla und Brikena Ray werden zur Festivaleröffnung am 18. September im Schloßtheater Münster erwartet. „Drei Kameradinnen“ ist ein Film über das außergewöhnliche Bündnis dreier junger Frauen und gleichermaßen ein Paradebeispiel unzuverlässigen Erzählens.
Die Kindheitsfreundinnen Hani, Kasih und Saya treffen sie sich in ihrer alten Stadt zu der Hochzeit einer gemeinsamen Freundin, doch immer wieder wird deutlich, dass sie nicht abschütteln können, was jetzt so oft ihren Alltag bestimmt: die Blicke, die Sprüche, Hass und rechter Terror. Ihre Freundschaft aber gibt ihnen Halt. Bis eines nachts ein Wohnhaus abbrennt und Saya festgenommen wird. Linksextrem? Islamistisch? Es entspinnt sich ein Gewirr aus Erinnerungen, Bruchstücken und Widersprüchen, als Kasih einer TV-Reporterin davon berichtet, wie sie werden konnten wer sie heute sind. Sie erzählt eine Geschichte ohne Anfang und ohne Ende – oder doch nur eine Version dessen, was wirklich passiert ist?
Shida Bazyars Roman „Drei Kameradinnen“ (2021) stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Ihr Debütroman „Nachts ist es leise in Teheran“ (2016) wurde mehrfach übersetzt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und der Nominierung zum International Booker Prize. Auch ihr aktueller Roman „Die Lücken“ (2026) ist für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Regisseurin und Drehbuchautorin Milena Aboyan studierte Drehbuch und Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Ihr Abschlussfilm „Elaha“ (2023) feierte Premiere auf der Berlinale und wurde vielfach ausgezeichnet. „Drei Kameradinnen“ ist ihr zweiter Kinofilm.
Das gesamte Programm des LITFILMS Literatur Film Festivals Münster 2026 wird Ende August veröffentlicht. Weitere Infos zum deutschlandweit einzigen Festival, das sich gleichermaßen der Literatur und dem Film sowie dem vielfältigen Spannungsfeld der beiden Künste verschrieben hat, gibt es unter: litfilms.de
Münster, den
