Zum Abschluss des Festivals wird im Wettbewerb Literaturadaption der beste Film von der Jury gekürt. Sechs Filme gehen ins Rennen, der Preis ist dotiert mit 5.000 Euro und wird gespendet von der Stiftung Münster der Sparda-Bank West. Außerdem wird im LIT.shorts Kurzfilmwettbewerb der/die Gewinner:in des Publikumspreises geehrt.
Im Anschluss an die kurze Preisverleihung widmen wir den Abschlussabend des Festivals einem Poeten und Filmemacher aus Luxemburg – und den Songs, die auf seinen Gedichten basieren:
Terre Rouge – Topographie du Poète
Ein Film von Fränz Hausemer
Gaston, ein alternder Dichter und Filmemacher, lebt zurückgezogen in seinem Elternhaus in einer früheren Bergbaugegend Luxemburgs. Das kaum zwei Quadratkilometer große Gebiet, in dem sich Industrieruinen und wilde Natur begegnen und dessen Wandel der Künstler zeitlebens poetisch dokumentiert, ist die Quelle all seiner Inspiration. Trotz seiner topografischen Arbeit beginnen Gastons Orientierungspunkte langsam zu verblassen. Was bleibt am Ende von seiner Welt?
„In diesem Film wollte ich nicht einfach nur ein Porträt des Künstlers zeichnen, sondern mich von seinem Werk inspirieren lassen, um es fortzusetzen, es zum Leben zu erwecken, indem ich mich von seiner Sensibilität durchdringen ließ. Da ich wusste, dass ich ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Fiktion und Realität hin- und herpendeln würde, habe ich mir einen ganz bestimmten Ort als Ankerpunkt gesetzt: die zwei Quadratkilometer, die das Haus des Dichters umgeben und die den Schauplatz seines gesamten Lebens darstellen.“ (Fränz Hausemer)Die Filmvorführung wird gerahmt durch eine Live-Performance der Songs von Fränz Hausemer.
