Ein Film von Alex Gibney
Knife beleuchtet Salman Rushdies Heilungsprozess nach dem verheerenden Messerangriff 2022. Anhand von bisher unveröffentlichtem, persönlichem Filmmaterial von Rushdies Ehefrau Rachel Eliza Griffiths begleitet der Dokumentarfilm von Oscar-Preisträger Alex Gibney den Schriftsteller nicht nur bei seiner körperlichen Genesung, sondern auch bei der Wiedergewinnung seiner geistigen Kraft und seiner Hoffnung auf die Zukunft.
Mehr als 30 Jahre, nachdem der Iran eine Fatwa erlassen hatte – ein religiöses Urteil, das den Tod des Autors Salman Rushdie wegen seines Romans Die satanischen Verse forderte –, reiste Rushdie nach Chautauqua, New York, um über die Vereinigten Staaten als Zufluchtsort für verbannte Schriftsteller und Künstler zu sprechen. Dort stürmte ein junger Mann die Bühne, entschlossen, ihn mit einem Messer zu töten.
Der Film enthält bisher unveröffentlichtes Filmmaterial, das Rushdies Ehefrau Rachel Eliza Griffiths in den Tagen und Wochen nach dem Anschlag aufgenommen hat. Dieses Material bietet eine anschauliche, schonungslose und zutiefst intime Schilderung der Geschehnisse. Der Film zeichnet zudem Rushdies körperliche und seelische Genesung nach, einschließlich der Herausforderungen, denen er sich weiterhin stellen muss – vom Verlust eines Auges bis hin zur eingeschränkten Funktionsfähigkeit einer Hand.
Knife verbindet Reportage mit fiktionalisierten Dialogen, um die Denkweise des Angreifers zu ergründen und dem „Warum“ hinter der Gewalt auf den Grund zu gehen. Im Kern ist der Film ein Porträt der Widerstandsfähigkeit – von Rushdies eigener außergewöhnlicher Stärke und der Liebe, die ihn durch diese Zeit getragen hat – und ein Aufruf zum Handeln gegen Zensur und Hass. Der Film spiegelt wider, wie Rushdie sein Schreiben als sein eigenes „Messer“ betrachtet – als ein Werkzeug, um sich zu wehren, seine Geschichte zurückzugewinnen und auf Gewalt mit Fantasie und Kunst zu reagieren.
Anhand von Auszügen aus Rushdies Werken, darunter seine eindringlichen Memoiren Knife: Gedanken nach einem Mordversuch, ist Alex Gibneys Dokumentarfilm sowohl ein eindrucksvolles Bekenntnis zur Meinungsfreiheit als auch eine trotzige Antwort auf das Attentat auf Rushdie.Das Esquire-Magazin hat Alex Gibney als „den bedeutendsten Dokumentarfilmer unserer Zeit“ bezeichnet. Gibneys Filmografie, die sowohl Kino- als auch Fernsehprojekte umfasst, hat ihm Oscar‑, Emmy‑, Grammy‑, Peabody- und WGA-Auszeichnungen eingebracht. Außerdem wurde ihm der Emmy Lifetime Achievement Award 2024 verliehen. Zu seinen wegweisenden Dokumentarfilmen zählen Taxi to the Dark Side (2007, Oscar-Preisträger), Enron: The Smartest Guys in the Room (2005, Oscar-Nominierung), Going Clear: Scientology and the Prison of Belief (2015, dreifacher Emmy-Preisträger), sowie Zero Days (2016, Oscar-Shortlist und BAFTA-Nominierung).
