Wett­be­werb Literaturadaption

Drei Kame­ra­din­nen

18.09.2026
19:30
Uhr
Schloßtheater

Ein Film von Mile­na Aboy­an nach dem Roman von Shi­da Bazyar

mit anschlie­ßen­dem Film­ge­spräch mit Mile­na Aboy­an, Bayan Lay­la und Bri­ke­na Ray

Die Kind­heits­freun­din­nen Hani, Kasih und Saya tref­fen sie sich in ihrer alten Stadt zu der Hoch­zeit einer gemein­sa­men Freun­din, als ein Wohn­haus abbrennt und Saya fest­ge­nom­men wird. Links­extrem? Isla­mis­tisch? Es ent­spinnt sich ein Gewirr aus Erin­ne­run­gen, Bruch­stü­cken und Wider­sprü­chen, als Kasih einer TV-Repor­te­rin davon berich­tet, wie sie wer­den konn­ten wer sie heu­te sind.

Seit ihrer gemein­sa­men Jugend ver­bin­det Hani, Kasih und Saya eine tie­fe Freund­schaft. Nach Jah­ren tref­fen die drei sich nun wie­der. Doch egal, ob über den Dächern der Stadt, auf der Bank vor dem Späti oder bei einer Haus­be­set­zer­par­ty, immer wie­der wird deut­lich, dass sie nicht abschüt­teln kön­nen, was jetzt so oft ihren All­tag bestimmt: die Bli­cke, die Sprü­che, Hass und rech­ter Ter­ror. Ihre Freund­schaft aber gibt ihnen Halt. Bis eine dra­ma­ti­sche Nacht alles ins Wan­ken bringt. Ein Haus geht in Flam­men auf – ein Brand­an­schlag mit meh­re­ren Toten. Dann wird Saya ver­haf­tet. Sie wird ver­däch­tigt, den Brand gelegt zu haben, ihre links­extre­me Ideo­lo­gie soll sie zu die­ser Tat bewegt haben. Oder doch ihr isla­mis­ti­scher Fana­tis­mus? Ihre Freun­din Kasih wird die Prot­ago­nis­tin einer TV-Repor­ta­ge und soll von den Hin­ter­grün­den berich­ten, die Saya zu dem Brand­an­schlag bewegt haben könn­ten. Sie erzählt eine Geschich­te ohne Anfang und ohne Ende – oder doch nur eine Ver­si­on des­sen, was wirk­lich pas­siert ist?

Shi­da Bazyars Debüt­ro­man Nachts ist es lei­se in Tehe­ran (2016) wur­de mehr­fach über­setzt und aus­ge­zeich­net, u.a. mit dem Ulla-Hahn-Autoren­preis und der Nomi­nie­rung zum Inter­na­tio­nal Boo­ker Pri­ze. Drei Kame­ra­din­nen folg­te 2021 und stand auf der Long­list für den Deut­schen Buchpreis.

Regis­seu­rin und Dreh­buch­au­to­rin Mile­na Aboy­an stu­dier­te Dreh­buch und Regie an der Film­aka­de­mie Baden-Würt­tem­berg. Ihr Abschluss­film Ela­ha (2023) fei­er­te Pre­mie­re auf der Ber­li­na­le und wur­de viel­fach aus­ge­zeich­net. Drei Kame­ra­din­nen ist ihr zwei­ter Kinofilm.

D 2026 – Regie & Dreh­buch: Mile­na Aboy­an – Kame­ra: Mor­ti­mer Hoch­berg – Schnitt: Eli­as Engel­hardt – Musik: Alex­an­der David – Bayan Lay­la, Manal Raga a Sab­it, Bri­ke­na Ray, Meret Becker, Jas­min Shake­ri, Astrit Ali­haj­daraj, David Rich­ter, Euge­ne Boat­eng u.a. – Deut­sche Ori­gi­nal­ver­si­on – FSK o. Ang. – 92 min

Coverbild ©
Film Dis­tri­bu­ti­on