Lesung und Gespräch mit Lütfiye Güzel, Daniel Huhn und Anneke Lubkowitz
Was geschieht, wenn man einen Ort nicht durchquert, sondern dort verweilt? Was wird sichtbar, wenn man dem scheinbar Unbedeutenden Aufmerksamkeit schenkt? Sechs Künstler:innen kommen in dem Projekt Auf die Plätze zusammen. Sie beobachten, schreiben, filmen – und schaffen so literarische und filmische Zeitdokument westfälischer Alltagswelten.
Inspiriert von Georges Perecs Beobachtung der Pariser Place Saint-Sulpice erkunden drei Autor:innen und drei Filmschaffende öffentliche Plätze in Westfalen: den Borneplatz in Rheine, den Marktplatz in Oelde und den Hamannplatz in Münster-Coerde.
Im ersten Projektjahr (2026) machen sich die drei Autor:innen Lütfiye Güzel, Daniel Huhn und Anneke Lubkowitz auf den Weg, um jeweils einen öffentlichen Platz zu erkunden: den Borneplatz in Rheine, den Marktplatz in Oelde sowie der Hamannplatz in Münster-Coerde. Die Autor:innen verbringen zeitgleich einen Tag an „ihrem Ort“ und verarbeiten ihre Eindrücke in einem Text.
Genau ein Jahr später (2027) nehmen die drei Filmschaffenden Lenia Friedrich, Mustafa Khalaf und Silke Schönfeld diese Orte wieder in den Blick. Sie setzen sich nun visuell mit den Orten und zudem mit den literarischen Texten auseinander, die zuvor entstanden sind. Daraus entwickeln sie dokumentarische Miniaturen.
