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Toni Mor­ri­son: The Pie­ces I Am

19.09.2020
18:00
Uhr
Schloßtheater

Es sind Titel wich­ti­ger Wer­ke wie Sula, Solo­mons Lied, Teer­ba­by, Men­schen­kind oder Jazz, die einem in den Sinn kom­men, wenn man an Toni Mor­ri­son denkt. Die bio­gra­fi­sche Doku­men­ta­ti­on von Timo­thy Green­field-San­ders bleibt eher auf Distanz zu ihren Roma­nen, wählt statt­des­sen einen sehr viel inti­me­ren Zugang, indem er der Autorin selbst Raum gibt: Raum für Erin­ne­run­gen, Refle­xi­on und Anek­do­ten. Col­la­gen­ar­tig arran­giert er Inter­view­sequen­zen mit Toni Mor­ri­son, ergänzt durch Wort­bei­trä­ge nam­haf­ter Per­so­nen wie Ange­la Davis, Oprah Win­frey, Fran Lebo­witz, Sonia San­chez und Robert Gott­lieb. Ele­gant flicht er his­to­ri­sches Mate­ri­al zur afro­ame­ri­ka­ni­schen Frei­heits­be­we­gung ein sowie visu­el­le Wer­ke zeit­ge­nös­si­scher schwar­zer Künstler:innen. So ent­steht – Stück für Stück – ein cha­ris­ma­ti­sches Gesamt­bild der Schriftstellerin.

Toni Mor­ri­son, Pulit­zer- und ers­te afro­ame­ri­ka­ni­sche Nobel­preis­trä­ge­rin, ver­starb im August 2019. Sicher­lich sind es ihre Roma­ne, auf deren Sei­ten ihr Intel­lekt sowie ihr beson­de­res Gespür für Spra­che und Erzähl­kunst den Lesern noch lan­ge Zeit erhal­ten blei­ben wird. Green­field-San­ders’ Doku­men­ta­ti­on dage­gen lädt den Zuschau­er ein zu einer inten­si­ven Begeg­nung mit der Autorin, die wie­der­um neue Per­spek­ti­ven auf ihr lite­ra­ri­sches Werk eröffnet.