Internationaler Wettbewerb Literaturadaption

Harz | Harpiks

05.10.2020
21:00
Uhr
Schloßtheater

Für die Roman­vor­la­ge hat die Autorin Ane Riel gleich alle vier wich­ti­gen skan­di­na­vi­schen Kri­mi­prei­se erhal­ten: den däni­schen, nor­we­gi­schen, schwe­di­schen sowie den Preis für den bes­ten Kri­mi­nal­ro­man Skan­di­na­vi­ens ins­ge­samt. In einer Neben­rol­le ist Sofie Grå­bøl ali­as Kom­mis­sa­rin Lund zu sehen (und kaum zu erken­nen) – und doch ist Harz kei­nes­wegs nur ein wei­te­rer nor­di­scher Kri­mi bekann­ter Bauart.

Im Mit­tel­punkt steht eine klei­ne Fami­lie, die in selbst­ge­wähl­ter Iso­la­ti­on auf einer däni­schen Insel lebt. Die ein­zi­ge Per­son, die manch­mal vor­bei­kommt, ist der Post­bo­te, aber er wird ver­jagt, sobald er auf­taucht. Schnell wird klar, dass die ver­zwei­fel­te Ent­schlos­sen­heit der Eltern, sich von ande­ren abzu­son­dern, eben­so viel mit Para­noia und psy­chi­schen Erkran­kun­gen zu tun hat wie ihr Wunsch, der Natur nahe zu blei­ben. Die Eltern, Jens (Peter Plaug­borg) und Maria (Sofie Grå­bøl), haben ihr Leben vie­le Jah­re lang kon­trol­liert, aber als ihre gelieb­te Toch­ter Liv (Vivel­ill Søgaard Holm) anfängt, sich für die Außen­welt zu inter­es­sie­ren, beginnt die Grund­la­ge ihrer Exis­tenz zu beben. Schön­heit und har­mo­ni­sche Natur ste­hen Sei­te an Sei­te mit dem Bru­ta­len und Alb­traum­haf­ten in Dani­el Borg­mans atmo­sphä­risch unglaub­lich dich­ter Adaption.