24 Bil­der pro Sekun­de – Rike Rei­ni­ger über Lot­te Rei­ni­ger, Pio­nie­rin des Trickfilms

23.09.2026
20:00
Uhr
LWL-Museum für Kunst und Kultur

Lesung (mit Film­aus­schnit­ten) und Gespräch mit Rike Rei­ni­ger
 
Fes­selnd erzählt Rike Rei­ni­ger, wie die ers­te deut­sche Trick­film­re­gis­seu­rin ihren Traum vom Film ver­folgt, von den wil­den 1920er Jah­ren, über das Exil und die Nach­kriegs­zeit.
 
Ber­lin 1926: Gla­mou­rö­se Schau­spie­le­rin­nen, ver­rück­te Film­re­gis­seu­re, Skan­dal-Tän­ze­rin­nen und kom­mu­nis­ti­sche Autoren drän­gen in den über­füll­ten den Saal der Volks­büh­ne, um einen Mär­chen­film zu sehen. Die jun­ge Trick­film­künst­le­rin Lot­te Rei­ni­ger zeigt Die Aben­teu­er des Prin­zen Ach­med, den ers­ten abend­fül­len­den Trick­film – eine Sen­sa­ti­on! Im pul­sie­ren­den Kunst­le­ben der Wei­ma­rer Repu­blik wird sie mit ihren zau­ber­haf­ten Sil­hou­et­ten über Nacht zum Star.

Wie Lot­te Rei­ni­ger für die­sen Erfolg ihre Lie­be zu einer Frau ver­schweigt und bis in die Rast­lo­sig­keit des Exils ihren Traum von einem nächs­ten gro­ßen Trick­film ver­folgt, erzählt Rike Rei­ni­gers fes­seln­de Roman­bio­gra­fie. Wie­der­ge­fun­de­ne Brie­fe der außer­ge­wöhn­li­chen Künst­le­rin legen das Geheim­nis ihres Lebens frei und eröff­nen einen neu­en Blick auf ihr Werk.

Ein Pan­ora­ma jener Zeit quer durch Euro­pa, geprägt von Hoff­nung und Kri­se und dem Mut zu stän­di­gem Neu­be­ginn.
 
„Mit leich­ter Hand, fast selbst wie ein Sche­ren­schnitt, erweckt Rike Rei­ni­ger ihre Prot­ago­nis­tin zum Leben. Es ist eine über­fäl­li­ge Hom­mage an eine Frau, die Film­ge­schich­te geschrie­ben hat.“ (Stutt­gar­ter Nach­rich­ten)
 
Über die Autorin 
Rike Rei­ni­ger, auf­ge­wach­sen in Bochum, arbei­te­te in einem Pup­pen­thea­ter, stu­dier­te in Prag und Gie­ßen, grün­de­te in Ber­lin eine eige­ne Com­pa­gnie, ging ins Enga­ge­ment an ver­schie­de­ne Thea­ter in Sach­sen und schreibt seit vie­len Jah­ren erfolg­rei­che Thea­ter­stü­cke. 24 Bil­der pro Sekun­de ist ihr Roman­de­büt. Durch Zugang zu Doku­men­ten aus der Fami­lie konn­te sie dem Bild der Aus­nah­me­künst­le­rin Lot­te Rei­ni­ger bis­lang unbe­kann­te Facet­ten hin­zu­fü­gen.
 
In Koope­ra­ti­on mit dem LWL-Muse­um für Kunst und Kultur.