Artists in Residence

14+1 Wege mit Robo­tern umzugehen

27.09.2026
15:00
Uhr
Schloßtheater

Werk­schau der Artists in Resi­dence Aïsha Noo­mi Stief und Con­rad Dreyer

Aus ins­ge­samt 71 hoch­ka­rä­ti­gen Bewer­bun­gen wur­den die Fil­me­ma­che­rin Aïsha Noo­mi Stief und der Autor Con­rad Drey­er für das drei­mo­na­ti­ge Resi­denz-Sti­pen­di­um in Müns­ter und dem Müns­ter­land aus­ge­wählt. Wäh­rend ihres Auf­ent­halts hat das Duo das ambi­tio­nier­te Pro­jekt 14+1 Wege mit Robo­tern umzu­ge­hen rea­li­siert. In Anleh­nung an die Struk­tur eines klas­si­schen Sonet­ten­kran­zes schu­fen sie 14+1 Tex­te und 14+1 Kurz­fil­me, die sich kri­tisch und krea­tiv mit der Prä­senz von Künst­li­cher Intel­li­genz und huma­no­iden Robo­tern in unse­rem All­tag aus­ein­an­der­set­zen. Die Ergeb­nis­se die­ses inten­si­ven Schaf­fens­pro­zes­ses wer­den beim Fes­ti­val im Rah­men einer exklu­si­ven Werk­schau präsentiert.

Die menschliche Art zu leben befin­det sich im Umbruch. Unser All­tag wird von Algo­rith­men bestimmt und künst­li­che Intel­li­genz wird – ob wir wol­len oder nicht – in jeden erdenk­li­chen Win­kel des tag­täg­li­chen Erle­bens gequetscht. Doch damit ist das Ende der Fah­nen­stan­ge nicht erreicht. Unter­neh­men wie Tes­la oder Bos­ton Dyna­mics zei­gen in ihren Zukunfts­vi­sio­nen, wo die Rei­se hin­ge­hen soll: huma­no­ide Robo­ter. Das Digi­ta­le wird zukünf­tig also auto­nom, abseits von User Inter­faces, in der phy­si­schen Welt Ein­zug hal­ten. Da stellt sich die Fra­ge: Wie gehe ich als Mensch mit einem Robo­ter um? Und wie geht der Robo­ter mit mir und der Welt um?

Mit ihrem Pro­jekt 14 + 1 Wege, mit Robo­tern umzu­ge­hen, bie­ten Aïsha Noo­mi Stief und Con­rad Drey­er, die dies­jäh­ri­gen Artists in Resi­dence des LITFILMS-Resi­denz-Sti­pen­di­ums, Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen an. Die bei­den wid­men sich – ganz im Sin­ne des Fes­ti­vals – fil­misch wie lite­ra­risch der Bezie­hung zwi­schen Natur, Mensch und Maschi­ne. Auf der text­li­chen Sei­te besteht das Pro­jekt aus einem Sonet­ten­kranz, also 15 mit­ein­an­der ver­wo­be­nen Gedich­ten. Das Werk wird dar­über hin­aus von 14 + 1 Kurz­fil­men kom­plet­tiert, die in Anleh­nung an den Gedicht­zy­klus eine wei­te­re Per­spek­ti­ve auf das The­ma eröffnen.

Im Rah­men der Werk­schau wird das Gesamt­werk neben dem klas­si­schen Scree­ning und einer Lesung auch anhand von Büchern prä­sen­tiert, in deren Buch­block ein Bild­schirm unter­ge­bracht ist. Mit die­sem Ansatz wer­den Film und Lite­ra­tur in einem Medi­um ver­eint und hap­tisch erleb­bar gemacht.

Coverbild ©
Aisha Noo­mi Stief