Werkschau der Artists in Residence Aïsha Noomi Stief und Conrad Dreyer
Aus insgesamt 71 hochkarätigen Bewerbungen wurden die Filmemacherin Aïsha Noomi Stief und der Autor Conrad Dreyer für das dreimonatige Residenz-Stipendium in Münster und dem Münsterland ausgewählt. Während ihres Aufenthalts hat das Duo das ambitionierte Projekt 14+1 Wege mit Robotern umzugehen realisiert. In Anlehnung an die Struktur eines klassischen Sonettenkranzes schufen sie 14+1 Texte und 14+1 Kurzfilme, die sich kritisch und kreativ mit der Präsenz von Künstlicher Intelligenz und humanoiden Robotern in unserem Alltag auseinandersetzen. Die Ergebnisse dieses intensiven Schaffensprozesses werden beim Festival im Rahmen einer exklusiven Werkschau präsentiert.
Die menschliche Art zu leben befindet sich im Umbruch. Unser Alltag wird von Algorithmen bestimmt und künstliche Intelligenz wird – ob wir wollen oder nicht – in jeden erdenklichen Winkel des tagtäglichen Erlebens gequetscht. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange nicht erreicht. Unternehmen wie Tesla oder Boston Dynamics zeigen in ihren Zukunftsvisionen, wo die Reise hingehen soll: humanoide Roboter. Das Digitale wird zukünftig also autonom, abseits von User Interfaces, in der physischen Welt Einzug halten. Da stellt sich die Frage: Wie gehe ich als Mensch mit einem Roboter um? Und wie geht der Roboter mit mir und der Welt um?
Mit ihrem Projekt 14 + 1 Wege, mit Robotern umzugehen, bieten Aïsha Noomi Stief und Conrad Dreyer, die diesjährigen Artists in Residence des LITFILMS-Residenz-Stipendiums, Antworten auf diese Fragen an. Die beiden widmen sich – ganz im Sinne des Festivals – filmisch wie literarisch der Beziehung zwischen Natur, Mensch und Maschine. Auf der textlichen Seite besteht das Projekt aus einem Sonettenkranz, also 15 miteinander verwobenen Gedichten. Das Werk wird darüber hinaus von 14 + 1 Kurzfilmen komplettiert, die in Anlehnung an den Gedichtzyklus eine weitere Perspektive auf das Thema eröffnen.
Im Rahmen der Werkschau wird das Gesamtwerk neben dem klassischen Screening und einer Lesung auch anhand von Büchern präsentiert, in deren Buchblock ein Bildschirm untergebracht ist. Mit diesem Ansatz werden Film und Literatur in einem Medium vereint und haptisch erlebbar gemacht.
