Lesung (mit Filmausschnitten) und Gespräch mit Rike Reiniger
Fesselnd erzählt Rike Reiniger, wie die erste deutsche Trickfilmregisseurin ihren Traum vom Film verfolgt, von den wilden 1920er Jahren, über das Exil und die Nachkriegszeit.
Berlin 1926: Glamouröse Schauspielerinnen, verrückte Filmregisseure, Skandal-Tänzerinnen und kommunistische Autoren drängen in den überfüllten den Saal der Volksbühne, um einen Märchenfilm zu sehen. Die junge Trickfilmkünstlerin Lotte Reiniger zeigt Die Abenteuer des Prinzen Achmed, den ersten abendfüllenden Trickfilm – eine Sensation! Im pulsierenden Kunstleben der Weimarer Republik wird sie mit ihren zauberhaften Silhouetten über Nacht zum Star.
Wie Lotte Reiniger für diesen Erfolg ihre Liebe zu einer Frau verschweigt und bis in die Rastlosigkeit des Exils ihren Traum von einem nächsten großen Trickfilm verfolgt, erzählt Rike Reinigers fesselnde Romanbiografie. Wiedergefundene Briefe der außergewöhnlichen Künstlerin legen das Geheimnis ihres Lebens frei und eröffnen einen neuen Blick auf ihr Werk.
Ein Panorama jener Zeit quer durch Europa, geprägt von Hoffnung und Krise und dem Mut zu ständigem Neubeginn.
„Mit leichter Hand, fast selbst wie ein Scherenschnitt, erweckt Rike Reiniger ihre Protagonistin zum Leben. Es ist eine überfällige Hommage an eine Frau, die Filmgeschichte geschrieben hat.“ (Stuttgarter Nachrichten)
Über die Autorin
Rike Reiniger, aufgewachsen in Bochum, arbeitete in einem Puppentheater, studierte in Prag und Gießen, gründete in Berlin eine eigene Compagnie, ging ins Engagement an verschiedene Theater in Sachsen und schreibt seit vielen Jahren erfolgreiche Theaterstücke. 24 Bilder pro Sekunde ist ihr Romandebüt. Durch Zugang zu Dokumenten aus der Familie konnte sie dem Bild der Ausnahmekünstlerin Lotte Reiniger bislang unbekannte Facetten hinzufügen.
In Kooperation mit dem LWL-Museum für Kunst und Kultur.
