Der Filmemacher Harald Bergmann veröffentlichte 2006, nach vier Filmen über Hölderlin, sein bis dahin meistbeachtetes Werk Brinkmanns Zorn, unter anderem ausgezeichnet mit dem „Grimme Preis“, dem „Innovationspreis der deutschen Filmkritik“ und dem „Preis der Autoren“ vom Verlag der Autoren.
Brinkmanns Zorn porträtiert einen Dichter, der alles auf einmal begehrt – Liebe, Tod, Pop, Hass, Kunst. Bedingungslos gleichzeitig und mit gnadenloser sprachlicher Wucht hat die Literaturikone Rolf Dieter Brinkmann auf jedes Alltagsdetail eingedroschen. Der Film begleitet ihn auf seinen medialen Streif- und sprachlichen Raubzügen durch die hassgeliebte Kölner Innenstadt. Den Original-Tonband- und Super-8-Aufnahmen Brinkmanns hat Regisseur Harald Bergmann eine visuelle Welt hinzugefügt, die das sprachliche und soziale Universum Brinkmanns nachzeichnet. Bergmann wagt einen äußerst innovativen filmischen Versuch, lässt Dokumentarfilm und Dichterbiographie verschmelzen und schafft einen „Meilenstein verfilmter Literatur“ (Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau).
In einem Filmgespräch mit Harald Bergmann tauchen wir noch tiefer in das Universum des Dichters ein.
