Spotlight Harald Bergmann

Brink­manns Zorn

26.09.2020
18:00
Uhr
Schloßtheater

Der Fil­me­ma­cher Harald Berg­mann ver­öf­fent­lich­te 2006, nach vier Fil­men über Höl­der­lin, sein bis dahin meist­be­ach­te­tes Werk Brink­manns Zorn, unter ande­rem aus­ge­zeich­net mit dem „Grim­me Preis“, dem „Inno­va­ti­ons­preis der deut­schen Film­kri­tik“ und dem „Preis der Autoren“ vom Ver­lag der Autoren.

Brink­manns Zorn por­trä­tiert einen Dich­ter, der alles auf ein­mal begehrt – Lie­be, Tod, Pop, Hass, Kunst. Bedin­gungs­los gleich­zei­tig und mit gna­den­lo­ser sprach­li­cher Wucht hat die Lite­ra­tu­riko­ne Rolf Die­ter Brink­mann auf jedes All­tags­de­tail ein­ge­dro­schen. Der Film beglei­tet ihn auf sei­nen media­len Streif- und sprach­li­chen Raub­zü­gen durch die hass­ge­lieb­te Köl­ner Innen­stadt. Den Ori­gi­nal-Ton­band- und Super-8-Auf­nah­men Brink­manns hat Regis­seur Harald Berg­mann eine visu­el­le Welt hin­zu­ge­fügt, die das sprach­li­che und sozia­le Uni­ver­sum Brink­manns nach­zeich­net. Berg­mann wagt einen äußerst inno­va­ti­ven fil­mi­schen Ver­such, lässt Doku­men­tar­film und Dich­ter­bio­gra­phie ver­schmel­zen und schafft einen „Mei­len­stein ver­film­ter Lite­ra­tur“ (Dani­el Kothen­schul­te, Frank­fur­ter Rundschau). 

In einem Film­ge­spräch mit Harald Berg­mann tau­chen wir noch tie­fer in das Uni­ver­sum des Dich­ters ein.