Internationaler Wettbewerb Literaturadaption

Last and First Men

21.09.2020
21:00
Uhr
Schloßtheater

In zwei Mil­li­ar­den Jah­ren steht die menschliche Ras­se kurz vor der Aus­lö­schung. Die ein­zi­gen Zeu­gen ihrer Exis­tenz sind ver­las­se­ne und sur­rea­le Monu­men­te, die hoch in den Him­mel ragen und eine äthe­ri­sche Stim­me, die aus einer fer­nen Zukunft mit uns kommuniziert.

Last and First Men ist ein Film ohne Men­schen, aber mit drei ganz beson­de­ren Protagonist:innen: den in Beton gegos­se­nen Zeug­nis­sen des jugo­sla­wi­schen Bru­ta­lis­mus, Til­da Swin­tons Stim­me und der Musik des islän­di­schen Kom­po­nis­ten Jóhann Jóhanns­son, der u.a. die Sound­tracks für Sica­rio und Arri­val schuf und 2018 im Alter von 48 Jah­ren starb. Der lei­den­schaft­li­che Sci­ence-Fic­tion-Leser Jóhanns­son unter­leg­te die 16mm-Schwarz-Weiß-Auf­nah­men sei­nes ein­zi­gen Lang­films, foto­gra­fiert von Vic­to­ria-Kame­ra­mann Stur­la Brandt Grø­v­len, mit Aus­zü­gen aus dem gleich­na­mi­gen visio­nä­ren Roman des bri­ti­schen Schrift­stel­lers und Phi­lo­so­phen Olaf Stap­le­don aus dem Jahr 1930, mit über­ir­di­scher Stim­me vor­ge­tra­gen von Til­da Swin­ton.

Last and First Men ist ein hyp­no­ti­sches Gesamt­kunst­werk, ein Requi­em für das Uni­ver­sum mit Anklän­gen an Stan­ley Kubrick, Béla Tarr und die Avant­gar­de, und lässt das Kino zur puren Syn­the­se von Bild und Ton wer­den, zu einem Lite­ra­tur­ex­pe­ri­ment als Kopf­ki­no und einem Ort des Unmög­li­chen, an dem sich tiefs­te Ver­gan­gen­heit und ferns­te Zukunft treffen.