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LITFILMS – Literatur Film Festival Münster 

16. September bis 11. Oktober

Als deutschlandweit einzigartiges Festival seiner Art präsentiert LITFILMS vier Wochen lang Filmvorführungen, Lesungen, Performances und Gespräche – in 28 Veranstaltungen an sieben Orten in Münster und im Münsterland.

Das Publikum über Film und Literatur ins Gespräch zu bringen, ist ein zentrales Anliegen des Festivals. LITFILMS eröffnet am 16. September mit einem „Literaturfilmabend“ zu„Radio Heimat – Damals war auch scheiße!“. Autor Frank Goosen und Filmemacher Matthias Kutschmann lesen aus Buchvorlage und Drehbuch, präsentieren den Film und stellen sich den Fragen des Publikums.

Filmgespräche zu herausragenden Literatur-Adaptionen ziehen sich durch das gesamte Festival-Programm: Am 23.September wird Oscar- und Goldene Palme-Preisträger Volker Schlöndorff im Schloßtheater Münster ein ausführliches Filmgespräch zur gerade erst restaurierten Fassung seines Films „Die Fälschung“ von 1981 führen. Am 24. September stellt Burhan Qurbani im Cinema seine aktuelle Verfilmung des Döblin-Romans „Berlin Alexanderplatz“ vor, der noch in zwei weiteren Adaptionen von 1931 und 1980 auf dem Festival zu sehen sein wird. Der Filmemacher Harald Bergmann bekommt ein „Spotlight“: Mit ihm können die Schloßtheater-Zuschauer am 26. September über seinen Film „Brinkmanns Zorn“ und am 27. September über „Der Schmetterlingsjäger – 37 Karteikarten zu Nabokov“ ins Gespräch kommen. Der Grimme-Preisträger Andreas Kleinert zeigt am 10. Oktober erste Szenen seiner Thomas-Brasch-Filmbiografie „Lieber Thomas“ mit Albrecht Schuch in der Titelrolle, dazu gibt es Auszüge aus dem Werk des DDR-Lyrikers, der in wenigen Zeilen mehr erzählen konnte als andere in ganzen Büchern.

Zur Abschluss-Veranstaltung von LITFILMS am Sonntag, den 11. Oktober, kann im Schloßtheater mit Christian Petzold über seine kühne Adaption von Anna Seghers‘ Roman „Transit“ diskutiert werden.

Ein weiterer Höhepunkt des Festivals, der internationale Wettbewerb, stellt sechs aktuelle Literaturverfilmungen vor, in denen erfahrbar wird, wie Grenzen und Möglichkeiten der Literatur-Adaption von den Filmemacher*innen ausgelotet wurden. So setzt sich Daniel Borgmans Film „Harz“, nach dem gleichnamigen Thriller der mehrfach ausgezeichneten dänischen Thriller-Autorin Ane Riel, eindringlich von nordischen Krimiverfilmungen bekannter Bauart ab. Auch diese Filmscreenings werden zum Teil von Q&As mit den Filmemacher*innen und Lesungen der zugrundeliegenden Werke begleitet.

Im Filmprogramm des Festivals ist darüberhinaus eine Reihe mit Dokumentarfilmen zu sehen: jeweils samstags im Schloßtheater gibt lit.DOK einen Einblick ins literarische Leben – von berühmten Autorinnen bis zur Jagd auf seltene, antiquarische Bücher. Poetryfilme erhalten ein Forum, wenn die Gewinnerfilme des Weimarer Poetryfilmpreises von 2016 bis 2019 vorgestellt werden (4.10.).

Im LWL-Museum für Kunst und Kultur findet am 29. September ein Podiumsgespräch mit dem Oscar-Produzenten Andreas Bareiss („Nirgendwo in Afrika“) zum Thema Big Business Bestsellerverfilmung statt und am 1. Oktober die Autor*innen-Gesprächsrunde Die Filme in uns über den Einfluss von Filmsprache auf ihre literarischen Werke.

Drei Monate waren die Regisseurin Sandra Reyes und der Schriftsteller Thomas Empl, die Artists in Residence des LITFILMS-Festivals, in Rheine und Münster. Eine Werkschau ihrer Arbeiten wird im Kloster Bentlage (20.9.) und im Schloßtheater (11.10.) vorgestellt. Am 11. Oktoberwird zudem das Ergebnis des Jugend-Workshops der Filmwerkstatt „Mehr als Schriftstellen – Aus Wort und Bild wird ein Film“ präsentiert, der die Arbeit der beiden dokumentiert. Mit Thomas Empl und weiteren Autor*innen gibt es außerdem die Filmlesung Der Verlust der Jugend im Westfälischen Kunstverein (9.10.).

Slam Poetry mit Andreas Weber am 29. September in der Black Box des cuba und die Performance [WORK] des Kölner Künstler*innenkollektivs YOU ARE GROUP am 3. Oktober auf der Burg Hülshoff bilden den performativen Teil des Festivals ab.

LITFILMS ist eine Veranstaltung der Filmwerkstatt Münster. Gefördert von der Kunststiftung NRW, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Münster.

Alle Veranstaltungen sind entsprechend den aktuell geltenden Hygienekonzepten mit Publikum geplant. Ergänzend wird allerdings auch einen Teil des Programms auf der Website des Festivals online angeboten.

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